Hausbaukosten in Österreich

Ein Einfamilienhaus kostet in Österreich ohne Grundstück 2.000 bis 3.500 € je m² Wohnfläche, bei 150 m² also 300.000 bis 525.000 €. Dazu kommen Grundstück, Kaufnebenkosten, Aufschließung und 15 bis 20 % Baunebenkosten.

Rohbau eines Einfamilienhauses aus Ziegeln mit Gerüst und Dachstuhl in einem Neubaugebiet in Österreich

Aktuelle Hausbaukosten 2026

Die wichtigsten Kennzahlen für Ihren Hausbau in Österreich (Stand Q1 2026)

2.000 - 3.500 €
Baukosten pro m² Wohnfläche ohne Grundstück
+1,8 % zum Vorjahr
rund 45 %
Anteil des Rohbaus an den Baukosten, der Innenausbau macht rund 55 % aus
je nach Bauweise
15 - 20 %
Baunebenkosten der Baukosten (Planung, Bewilligungen, Anschlüsse, Außenanlagen)
stabil
77 - 799 €/m²
Durchschnittspreise für Bauland 2025 (Burgenland bis Wien)
je nach Region

Quellen: Statistik Austria Baukostenindex, Statistik Austria Immobilien-Durchschnittspreise 2025 (PDF), Raiffeisen Hausbau, finfo.at Massivhaus-Preise 2026. Jahresveränderung: Wohnhaus-/Siedlungsbau Jänner 2026 vs. Jänner 2025.

Hausbaukosten Rechner

Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus in Österreich. Die Kosten berücksichtigen regionale Unterschiede und alle wichtigen Kostenfaktoren.

Gesamtkosten
682.040 €
pro m²
4.547 €

Projektdaten

Beispielkonfiguration für ein Einfamilienhaus

682.040 €
Gesamtkosten
4.547 €
Pro m² (inkl. Grundstück & Nebenkosten)
401.700 €
Reine Baukosten

Detaillierte Kostenaufstellung

Baukosten 401.700 €
Grundstück 200.000 €
Keller 0 €
Nebenkosten (15%) 60.255 €
Außenanlagen (5%) 20.085 €
Gesamtkosten 682.040 €

Erste Orientierung mit Marktpreisen für Standard-Ausstattung (Stand Q1 2026). Nicht enthalten sind die Kaufnebenkosten des Grundstücks und die Aufschließung des Bauplatzes; beide stehen mit den Sätzen aller Bundesländer auf den Kategorieseiten.

Annahmen und Quellen

Die Baukosten beruhen auf österreichischen Marktpreisen für Standard-Ausstattung. Bundesland-Faktoren bilden regionale Lohn- und Logistikunterschiede ab (Burgenland 1,00 bis Wien/Vorarlberg 1,15) - große Preisunterschiede zwischen Regionen entstehen vor allem beim Grundstück, nicht beim reinen Baupreis. Ausbaustufen-Anteile: Rohbau ca. 45%, Ausbauhaus ca. 75%, schlüsselfertig 100% der Gesamtbaukosten.

Nicht enthalten sind die Kaufnebenkosten des Grundstücks: 3,5% Grunderwerbsteuer und 1,1% Grundbucheintragung vom Kaufpreis, dazu Vertragserrichtung und eine allfällige Maklerprovision. Bei 200.000 € Grundstückspreis sind das rund 9.200 € allein für Steuer und Eintragung, alle Posten mit Rechner unter Kaufnebenkosten Grundstück. Die befristete Gebührenbefreiung für Eigenheime ist mit 30.06.2026 ausgelaufen. Ebenfalls nicht enthalten ist die Aufschließung des Bauplatzes: Straßenabgabe der Gemeinde, Kanal- und Wasseranschluss und Netzentgelte reichen je nach Gemeinde von wenigen tausend Euro bis über 40.000 €, Formeln und Gemeindesätze dazu unter Aufschließungskosten. Der Kellerzuschlag ist eine Pauschale; was ein Keller gegenüber der Bodenplatte tatsächlich mehr kostet, von 43.870 bis 56.010 € bei einem Fertighausanbieter bis zu den Abgaben nach Baumasse in Tirol, steht unter Keller oder Bodenplatte. Die tatsächlichen Kosten können je nach Ausstattung, Grundriss und Marktlage abweichen. Wir empfehlen, detaillierte Angebote von mindestens drei Baufirmen einzuholen.

Was der Hausbau kostet: die Kategorien im Detail

Vom Grundstück bis zur Förderung, jeweils mit Sätzen aller neun Bundesländer und Quellen.

Kostenfaktoren und Spartipps

Was den Preis treibt - und an welchen Stellen sich wirklich sparen lässt

Wichtige Kostenfaktoren

  • Grundstückskosten und Lage
  • Hausgröße und Grundriss
  • Bauweise und Materialien
  • Ausstattungsstandard
  • Regionale Preisunterschiede
  • Baunebenkosten

Spartipps

  • Eigenleistung einbringen
  • Standardisierte Bauweise wählen
  • Günstige Materialien verwenden
  • Förderungen optimal nutzen
  • Energieeffizient bauen
  • Zeitpunkt optimieren

Förderungen für den Hausbau

Nutzen Sie staatliche Unterstützung für Ihren Hausbau

Wohnbauförderung der Bundesländer

15.000 bis 105.000 €

Der wichtigste Fördertopf beim Neubau eines Eigenheims: Landesdarlehen oder Zuschuss, Höhe, Einkommensgrenzen und Energiestandards je Bundesland verschieden. Für eine Jungfamilie mit zwei Kindern reicht die Spanne 2026 von 15.000 € Zuschuss in Salzburg bis 105.000 € Darlehen in Oberösterreich.

Wohn- und Baupaket des Bundes

bis 200.000 €, 1,5 % bis 2028

Zweckzuschüsse und verbilligte Darlehen des Bundes an die Länder, Wohnbaudarlehen bis zu 200.000 € mit Zinsobergrenze 1,5 % bis 2028. Die Mittel fließen über die Länder; ob und zu welchen Bedingungen Sie das Darlehen bekommen, entscheidet die Wohnbauförderstelle Ihres Bundeslandes.

Sanierungsoffensive des Bundes

keine neuen Anträge

Der Sanierungsbonus für thermische Sanierung wurde am 2. Februar 2026 eingestellt, das Budget für 2026 ist seit 10. Juli 2026 ausgeschöpft. Bereits eingebrachte Registrierungen werden weiter bearbeitet. Aktueller Stand: sanierungsoffensive.gv.at.

Regionale Vergleiche

Baukosten und Grundstückspreise aller neun Bundesländer im Vergleich (Stand Q1 2026)

Baukosten & Grundstückspreise pro Bundesland

BundeslandBaukosten €/m²Grundstück Landeshauptstadt€/m²Trend GrundstückMarktbewertung
Wien2.990 €Döbling1.573 €+1,8 %Hoch
Vorarlberg2.990 €Bregenz682 €-1,9 %Hoch
Tirol2.912 €Innsbruck992 €+4,4 %Hoch
Salzburg2.860 €Stadt Salzburg1.186 €+7,2 %Hoch
Oberösterreich2.730 €Linz431 €+6,6 %Mittel
Kärnten2.730 €Klagenfurt182 €-5,8 %Niedrig
Niederösterreich2.678 €St. Pölten151 €+4,4 %Niedrig
Steiermark2.678 €Graz280 €-1,0 %Mittel
Burgenland2.600 €Eisenstadt251 €+2,4 %Niedrig

Baukosten: Massivhaus schlüsselfertig, Standard-Ausstattung - rechnerisch aus dem Basispreis von 2.600 €/m² und dem regionalen Lohn- und Logistikfaktor abgeleitet, keine Markterhebung. Grundstückspreise: Landeshauptstadt, normale Wohnlage (WKO Immobilienpreisspiegel 2025). Marktbewertung: Einschätzung der Bauschwierigkeit nach Verfügbarkeit von Bauland, Dauer der Genehmigungsverfahren, Verfügbarkeit von Handwerkern und Preisentwicklung von Bauland und Immobilien.

Hinweis: Die regionale Baukosten-Spreizung (1,00 bis 1,15) bildet Lohn- und Logistikunterschiede ab. In ländlichen Gemeinden liegen Grundstückspreise deutlich unter den Landeshauptstadt-Werten (z.B. Waidhofen an der Thaya: 35€/m², Güssing: 28€/m²). Trend: Veränderung der Grundstückspreise gegenüber dem Vorjahr laut WKO Immobilienpreisspiegel.